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StadtLesen – open air Lesetour 2019

Schon seit 10 Jahren gibt es die Aktion StadtLesen. Entwickelt wurde sie von der Innovationswerkstatt Salzburg und tourt auch dieses Jahr wieder durch zahlreiche europäischen Städte, um die Kulturtechnik des Lesens zu fördern.
Lesen ist eine Welt im Kopf! StadtLesen wird Ihnen diese Welt eröffnen“ verspricht der Initiator Sebastian Mettler.

Der Start für die Saison 2019 war an diesem Wochenende auf dem Bebelplatz in Berlin. Ein besonders symbolträchtiger Ort für solch eine Aktion. Genau hier wurden am 10. Mai 1933 von den Nazis die Bücher vieler unliebsamer Autoren öffentlich verbrannt. Ein unterirdisches Mahnmal erinnert daran.
Auch wenn die Veranstalter nicht explizit auf diese historischen Ereignisse hinweisen, werden sie sich schon etwas bei der Auswahl dieses Leseortes gedacht haben.

Spektakulär unspektakulär

Die StadtLesen Tour ist eine unspektakuläre Veranstaltung und genau das will sie auch sein. Für jeweils 4 Tage (immer Donnerstag bis Sonntag) wird ein öffentlicher Platz in der gastgebenden Stadt zum „Lesewohnzimmer“ eingerichtet. Stühle, Tische aber auch Sitzsäcke und einige Hängematten sorgen für ein gemütliches Ambiente. Und es gibt natürlich Bücherregale. Rund 3000 Bücher sollen es jeweils sein. Vom Kinderbuch über den Krimi bis zum Reiseführer und anderen Sachbüchern. Gestellt werden die Bücher von Verlagssponsoren. Manchmal gibt es auch Lesungen auch von bekannten Autoren, aber diese Highlights sollen nicht im Mittelpunkt stehen. StadtLesen will einfach eine Einladung sein das Buch und das Lesen für sich neu- oder wiederzuentdecken. In Zeiten immer größerer und aufwendigerer Events eine sehr sympathische Einstellung.


Beim Start in Berlin spielte das Wetter leider nicht ganz mit. Trotzdem sorgte das ungewöhnliche Freiluftlesezimmer bei den vielen Besuchern des Platzes immer wieder für Aufmerksamkeit. Auch wenn der eine oder andere die Sitzgelegenheiten eher nutze, um in Ruhe sein Handy zu nutzen. Aber vielleicht wurden da ja auch ein E-Book gelesen.

Viele Leseorte

Es gibt noch viele Gelegenheiten sich selbst ein Bild von „StadtLesen“ zu machen. Beendet wird die Tour erst am 27. Oktober 2019 auf dem Rathausplatz in Ottobrunn in Bayern. Dazwischen liegen Stationen quer durch all deutschsprachigen Länder. Auch auf der Buchmesse in Frankfurt/Main im Herbst wird StadtLesen vertreten sein.
Die genauen Termine und Leseorte können unter https://www.stadtlesen.com/lesestaedte/ abgerufen werden.



Die eigene Stadt nominieren


Wer möchte, dass im nächsten Jahre auch die eigene Stadt zur Lesestadt wird, kann jetzt schon Vorschläge für das Jahr 2020 einreichen. Auf der Webseite www.stadtlesen.com/nominierungen/ können Städte nominiert werden. Je mehr Stimmen eine Stadt bekommt, um so größer sind die Chancen, dass sie im nächsten Jahr von StadtLesen besucht wird.

Weitere Infos: www.stadtlesen.com
Fotos: © Christoph Kaufmann



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